Frost

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04.06..2010 - 27.06.2010

 

Künstlerin: Andrea Rüegsegger | Fotografie

 

Vernissage: 04.06.2010, ab 19:00
Finissage: 27.06.2010 , ab 17:00

Verwunschen, mystisch, märchenhaft. Diese Stimmung wohnt so mancher Fotografie von Andrea Rüegsegger inne. Oft fotografiert die 32-Jährige bei Nacht, im Winter oder nach dem Regen, wenn die Strassen matt glänzen und feiner Dampf aufsteigt. «Ich streife nach einem regnerischen Abend bei Dunkelheit durch die Strassen und atme den Duft des nassen Asphalts ein». Oft sei sie alleine mit ihrer Kamera unterwegs, denn Menschen stören sie bei der Arbeit. So fühlt sich die künftige Umweltingenieurin abgelenkt, wenn sie ein Motiv betrachtet und sich Passanten nach ihr umdrehen. Auch im Wald – einem weiteren Arbeitsgebiet von ihr – verlässt sie gerne die Wege und sucht die Einsamkeit. Dann vertieft sie sich ganz in ihre Umgebung, lässt Licht und Schatten auf sich wirken und entdeckt dabei plötzlich eine Wunderwelt. «Diese Stimmung, diese Atmosphäre will ich einfangen und weitergeben», sagt Rüegsegger. Märchen, Sagen und die Kelten sind für sie eine Quelle der Inspiration. Dabei legt die Künstlerin aber Wert darauf, dass die Bilder nicht künstlich wirken. Dies, obwohl sie sich nicht scheut, ihre Bilder mit Photoshop zu bearbeiten. Aber: «Ich will, dass es real aussieht».

 

Die Viererserie „Frost“ ist bei einem Winterspaziergang entstanden. «Ich habe dieses Detail gefunden und war fasziniert», erzählt Rüegsegger. Sie habe aber nicht genau gewusst, wie sie die Eiskristalle in Szene setzen könnte. Beim Ausprobieren im Photoshop habe sie die Umkehr-Funktion benutzt und sofort gewusst: «Das ist es». Die weissen Eiskristalle würden schwarz viel feiner wirken, erklärt sie.

 

Bei der Serie „Rogaland“, die in Norwegen entstanden ist, war es für die Künstlerin besonders wichtig, die Atmosphäre einzufangen. Sie wolle weitergeben, was sie selbst angesprochen hatte. Besonders fasziniert war sie vom Kontrast zwischen dem Nebel und den schwarzen Felsen. Rüegseggers Bilder entstehen manchmal spontan, manchmal sei es auch ein Prozess von mehreren Tagen oder sogar Monaten. Mit offenen Augen läuft die Künstlerin durch die Welt und merkt sich potentielle Objekte. Manchmal kehrt sie dann nach Regen oder bei Nacht und Nebel zurück, nur um feststellen zu müssen, dass sich der Ort verändert hat.

Pressetext: Cathrin Jerie