Body as a Shell as a Body
04.12.2008 - 20.12.2008
Künstler:
David Berweger - Fotografie & Installative Plastik
Giulia Hess, Fotoinstallation
Lilian Frei in Kooperation mit Denise Grossenbacher - Performance / Video
Vernissage: 04.12.2008, ab 19:00; Performance ab 20:15
Finissage: 20.12.2008, ab 17:00
Verschiedene Körper die nicht dem Ideal entsprechen. Das hat Giulia Hess mit ihrer Kamera eingefangen. In der Badi Letzi hat die junge Künstlerin Frauen um ein Porträtfoto in der Umkleidekabine gebeten. Ob braungebrannt oder vollbusig, mit Tatoo oder ohne, Giulia Hess hat die Verschiedenheit der Körper, bekleidet mit einem Bikini aufs Bild gebannt. «Es ging mir dabei um den Körper, um das Plastische», sagt Hess. Sie wolle die Frauen in ihrer Natürlichkeit einfangen, sie so nehmen wie sie beschaffen sind. Allgemein arbeitet Hess dokumentarisch und versucht ihre Umgebung mit der Kamera zu durchforsten. Dabei setze sie das Gerät fast wie ein drittes Auge ein.
David Berweger hat aus vielen Polaroidaufnahmen den «Maskierten Mann» zusammengesetzt. Manchmal schweben nur die Hosen schwerelos durch den Raum, manchmal trägt der Mann seinen Kopf unter dem Arm. Das Erschaffen dieses Werks habe auch etwas Spielerisches gehabt: «Irgendwann hatte ich einen ganzen Stapel mit Ellbögen und konnte einfach darauf zurückgreifen, wenn ich einen Ellbogen brauchte», erklärt Berweger. Mit Tricks zu arbeiten und optische Täuschungen zu kreieren, das fasziniere ihn. Das leere Kleid - ein Pullover ohne Kopf - ist wie ein Kostüm oder wie eine Maske. Die Maske ist eines von Berwegers Themen. Dabei gefalle ihm, dass eine Maske - oder auch ein Kostüm immer eine Vorder- und eine Rückseite haben. Auf Berwegers Bildern begegnet der Betrachter einer Hülle, manchmal mit Körper, manchmal eher einem Körper mit Hülle.
In ihrer Performance wird Lilian Frei mit Hilfe von Denise Grossenbacher mit dem Raum und dem Licht sowie weiteren "Kunstgriffen" einen Rahmen abstecken. Daraus heraus entstehe die Performance, in der nur der Augenblick zählt, die Magie des Momentes in dem die Performance entsteht. Es sei etwas Spontanes mit konkreten Ideen dahinter, erklärt Frei. «Das faszinierende ist der Augenblick, der einen Moment später nicht mehr existiert». Dabei gefalle es ihr, sich während der Performance selbst zu überraschen, wenn die Dinge ihren eigenen Lauf nehmen. Der Zuschauer nehme die Erinnerung, das Erlebnis mit, doch zurück zum Wieder-sehen komme es bei ihrer Kunst nicht, sagt sie ohne Bedauern.
Pressetext: Cathrin Jerie

