Miro Schwalder

Zur Person

In meinen Arbeiten untersuche ich meist gesellschaftliche Verhältnisse. Daraus können Entwürfe für Handlungs- und Denkmodelle entstehen, in denen verschiedene Möglichkeiten des Zusammenlebens ausgelotet werden. Die Arbeiten beziehen sich häufig auf Orte und deren Kräfteverhältnisse. Dies geschieht performativ, durch Interventionen oder mit filmischen Mitteln.

Miro Schawalder (*1983)

Zur Arbeit

Zu den Arbeiten < lunch box > und < Wohlfahrtshaus >

Aus dem Arbeitsprozess meiner Diplomarbeit  < sofas für alle! > und ausgehend von meiner eigenen Situation als Kunststudent kam für mich unweigerlich die Frage auf, wie sich jede/r Einzelne zu organisieren vermag, dass sie/er künstlerisch tätig sein kann ohne sich entweder in Lohnarbeit auflösen zu müssen, oder aber die Mechanismen wie Kunstförderung oder Produktion für den Kunstmarkt in Anspruch nehmen zu müssen. Gut zwei Jahre nach der Arbeit < sofas für alle! > sind neue Fragen hinzugekommen. Wo sich die Auseinadersetzung während dem Studium auf die Formen der selbstständigen und selbstorganisierten Arbeit fokussierten, stellt sich mir nun vor allem die Frage der gesellschaftlichen Verortung von Arbeit an sich. Hierfür  untersuche ich die Tagesstruktur oder deren Zerfall in Arbeit und Ökonomie. Während früher die Arbeiterinnen und Arbeiter in der Fabrik gerade mal 36 Minuten für ihr Mittagessen zu gesprochen bekamen, dies gestaffelt damit die Maschinen weiter liefen. Sind Heute die ehemaligen Fabrikhallen zu Restaurants oder Lounges umgebaut und das Mittagessen zum Business Lunch geworden