Fabian Lüscher

Zur Person

Mein Interesse an der Erstellung von individuellen Schaffungen besteht aktiv seit Jahren, meine Gefühle in künstlerischer Form zu implizieren jedoch seit immer. Mein früher Start mit einer gestalterischen Ausdrucksweise; mein Wille, Dinge entstehen zu lassen; und nicht zuletzt meine Eltern haben mir die Basis für ein immerwährendes Ausdrucksmittel gelegt.

Das Objekt an sich war mir anfangs sehr wichtig - ein Ziel sollte erreicht werden, sollte gefallen oder abschrecken. Mittlerweile habe ich diese Doktrin soweit als möglich abgelegt und beginne, Fotografien, Illustrationen und Filme zu schaffen, die nur durch sich selbst bestehen. Faktisch, persönlich, ohne ein Streben nach Beachtung. Die reine Existenz eines Werkes fundiert die Daseinsberechtigung desselben.

 

Meine breit gestreuten Ausdrucksweisen erlauben mir, Objekte in vielen Facetten zu schaffen. Die hauptsächlich autodidaktisch erlernten Techniken setze ich ein, um eine Idee in der bestmöglichsten und geeignetsten Form umzusetzen. Ich sehe das als eine grosse Freiheit, die ich mir nehmen kann. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mich für den Berufsweg entschieden habe, der mir einen genug klaren Kopf und vor allem Zeit lässt. Zeit zu experimentieren, zu ergründen, zu erschaffen. Grösstmögliche Autonomie der kapitalistischen Gesellschaft gegenüber erlaubt mir zu tun, was ich tun muss: nämlich Kunst machen.

Ausstelllungen & Preise

Einzelausstellungen:
2004 Stadtmuur, Winterthur
2005 Alte Kaserne, Winterthur
2007 im Sedel, Luzern

 

Gruppenausstellungen:
2005 Unjurierte Kunstausstellung Winterthur

 

Zur Arbeit

Erstaunlicherweise befassen sich alle Arbeiten, die ich in einem Zustand der Ernsthaftigkeit und einer gewissen Autonomie der Gesellschaft gegenüber erstellt habe, mit demselben Thema. Erstaunlicherweise deshalb, weil diese übergreifende Thematik mir selbst einiges aufgezeigt hat. Zwischen meinen unzähligen Projekten, die mich fast den Verstand kosten und vielfach nur um des Erschaffens willen entstehen, gibt es immer wieder Arbeiten, die entstehen, weil sie es müssen. Diese Bilder wirken vergleichsweise relativ banal; treffen aber bei mir ins Schwarze und sind so persönlich, dass ich sie nur mit einem gewissen instinktiven Widerwillen veröffentliche.

Bei diesem Grundthema dreht es sich um die Interpretationsweise sexueller Identifikation; grundsätzlich um Identifikationsfragen. Fragen über gesellschaftlich genormte Rollenverhalten habe ich mir schon immer gestellt, meine Selbstidentitifikation und -reflexion war schon immer unklar, schwammig und wich von der Person, die ich vorgebe zu sein, ab.

 

Die ausgewählten Fotografien entstanden in diesem und im letzten Jahr und stellen momentan das Kernthema meiner Tätigkeit als Künstler dar. Die teilweise seriellen Arbeiten erstellte ich alle in meinem Fotostudio, Atelier und Wohnung in Winterthur.

Die Modelle auf den Fotografien sind teilweise Frauen in Männerrollen oder umgekehrt, ein grossteil der Arbeiten sind jedoch Selbstporträts.

Die Fotografien sind durchzogen von einem 'cleanen' studio-fotografie-look, der die Modelle aus einer scheinbar objektiven Perspektive zeigt, während der Inhalt interpretierbar bleibt.